<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-7317273364130131832</id><updated>2011-11-16T23:10:17.510+01:00</updated><category term='Storymaker'/><category term='Allgemein'/><category term='Tagebuch'/><title type='text'>Schmitt´sche Prosa</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7317273364130131832/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Schmitt´s</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01635941090479810291</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/SoGWILIAhQI/AAAAAAAABEk/tvqIpP-jqZo/S220/profil.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>11</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7317273364130131832.post-521895441713358017</id><published>2011-02-15T12:09:00.001+01:00</published><updated>2011-02-15T12:11:50.210+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemein'/><title type='text'>Hier</title><content type='html'>stand ein anderer Post... bis ich darauf eine sehr merkwürdige Zuschrift erhielt.&lt;br /&gt;Auf sowas habe ich keine Lust, daher ist diese an sich fürchterlich harmlose Geschichte zunächst mal wieder in der Schublade verschwunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grüße an Herrn Wichtigwi***er!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7317273364130131832-521895441713358017?l=schmittsche-prosa.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/feeds/521895441713358017/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/2011/02/hier.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7317273364130131832/posts/default/521895441713358017'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7317273364130131832/posts/default/521895441713358017'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/2011/02/hier.html' title='Hier'/><author><name>Schmitt´s</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01635941090479810291</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/SoGWILIAhQI/AAAAAAAABEk/tvqIpP-jqZo/S220/profil.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7317273364130131832.post-5547165673331577506</id><published>2010-09-14T21:03:00.004+02:00</published><updated>2010-09-15T22:36:45.300+02:00</updated><title type='text'>Leben</title><content type='html'>Heute ist es eine Woche her, dass ich ihn unter dem Baum stehen sah. Unter dem Baum zwischen den Büschen am Rand der großen Wiese, über die mich fast täglich mein Abendspaziergang führt. Hätte der Hund nicht eine Sekunde inne gehalten und zu ihm rübergeschaut, hätte ich ihn gar nicht bemerkt.&lt;br /&gt;Eigentlich habe ich nur eine helle Hose gesehen. Eine rote Jacke und ein Fahrrad. Ein dunkler Haarschopf. Aber über den bin ich mir schon gar nicht mehr sicher. Vielleicht habe ich ihn mir eingebildet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ein Wildpinkler“, denke ich und gehe weiter meines Weges. Runter ans Wasser, der Hund hat Durst. Auf dem Rückweg schimmert die rote Jacke wieder durch das Laub der Büsche, als ich rüberschaue, steht er immer noch da.&lt;br /&gt;Ein wenig wundere ich mich, andererseits gibt es aber hier unten häufig Gestalten, die Dinge tun, über die ich mich wundere. Ein obdachloses Pärchen, das sich im Suff so laut anschreit, dass man noch 100 Meter weiter jedes Wort verstehen könnte – wäre es nicht so genuschelt.&lt;br /&gt;Kinder, die in den Büschen verstecken spielen oder am Ufer kleine Lagerfeuer machen. Holunderbeerensammler und Blumenpflücker. Leute, die ihren jagenden Hunde hinterherhecheln.&lt;br /&gt;Es ist nicht ungewöhnlich, dass Menschen vom „normalen“ Weg abgehen – und doch erscheint es mir in diesem Moment genau so: ungewöhnlich.&lt;br /&gt;Trotzdem gehe ich weiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenige Minuten später kommen mir einige Bekannte mit ihren Hunden entgegen, auch sie wollen über die Wiese spazieren.&lt;br /&gt;„Im Gebüsch dort steht ein Mann“, sage ich, „werft doch da mal einen Blick drauf.“&lt;br /&gt;„Ist ja nicht verboten, im Gebüsch zu stehen“ bekomme ich zur Antwort. „Wer weiß, was der dort treibt..“ Ja, wer weiß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei Tage später gehe ich wieder über die Wiese.&lt;br /&gt;Als ich auf der Höhe des Baumes bin, stellen sich mir in Sekundenschnelle die Härchen an den Armen auf, als ich ein Grablicht dort flackern sehe. Daneben Blumen.&lt;br /&gt;1000 Gedanken wirbeln in einer Nanosekunde durch meinen Kopf – erinnern kann ich mich im Nachhinein an keinen mehr wirklich. Nur daran, dass fast gleichzeitig mit mir eben jene Spaziergänger wieder über die Wiese kommen. Auch sie sehen das Licht. Eine Frau geht schnurstracks zu dem Gebüsch, kommt zurück und sagt „Da hat sich wohl einer aufgehängt. Da hängt noch ein abgeschnittenes Seil im Baum.“&lt;br /&gt;Ich habe das Gefühl, mir zieht es die Füße unterm Boden weg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist es Zufall, dass ich zwei Abende vorher diesen Mann dort habe stehen sehen? Hat er die Kerze dort aufgestellt zum Gedenken an einen Freund? Oder hat er selber...?&lt;br /&gt;Den ganzen Abend habe ich die rote Jacke vor Augen, ich schlafe mit dem Bild ein und wa-che morgens wieder damit auf. Rede mir ein, dass das, was ich denke, nicht sein kann.&lt;br /&gt;Ich habe ihn doch noch lebend dort stehen sehen. Oder? So schnell stirbt man doch nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Morgenspaziergang treffe ich eine Bekannte. „Hast du was gehört?“, fragt sie mich, „gestern soll hier ein Leichenwagen runter gefahren sein.“&lt;br /&gt;Mein Magen dreht sich um.&lt;br /&gt;Am Abend erfahre ich, dass der Selbstmörder am Mittag des Vortages gefunden wurde. Ende Zwanzig. Bekleidet mit einer roten Jacke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die mich nun seit einer Woche gedanklich begleitet. Das Bild taucht immer wieder auf. Ich mache mir keine Vorwürfe, denke nicht „hättest du doch…“ oder „wärst du doch“ – ich bin einfach traurig. Traurig und schockiert.&lt;br /&gt;Was kann so schlimm im Leben sein, dass man es so jung beendet?&lt;br /&gt;Wie verzweifelt muss man sein? Vielleicht auch einsam?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute Abend steht ein kleines Zelt auf der Wiese direkt an dem Baum. Ein grauhaariger Mann sitzt davor, spricht mit einer Person, die im Zelteingang sitzt und die ich nicht sehen kann.&lt;br /&gt;Ich stelle mir vor, dass es die Eltern des jungen Mannes sind und Tränen steigen mir in die Augen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7317273364130131832-5547165673331577506?l=schmittsche-prosa.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/feeds/5547165673331577506/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/2010/09/leben.html#comment-form' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7317273364130131832/posts/default/5547165673331577506'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7317273364130131832/posts/default/5547165673331577506'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/2010/09/leben.html' title='Leben'/><author><name>Schmitt´s</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01635941090479810291</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/SoGWILIAhQI/AAAAAAAABEk/tvqIpP-jqZo/S220/profil.jpg'/></author><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7317273364130131832.post-6474761799937902318</id><published>2010-08-24T22:41:00.001+02:00</published><updated>2011-11-16T23:10:17.545+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tagebuch'/><title type='text'>Ein Sommer(nachts)traum</title><content type='html'>&lt;b&gt;&lt;span style="color: #990000;"&gt;Montag, 2. August 2010&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich mit Frau Schmitt und vollbepacktem Auto gegen 9.30 Uhr bei Uli vorfahre, um sie und Lukas und weitere diverse Gepäckstücke einzuladen, begrüßt UIi mich mit den Worten „Wir fahren nach Kalifornien!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja nee, is´ klar…&lt;br /&gt;Eigentlich hatten wir ja vor, an die Ostsee hochzufahren, um einen Tag an der Küste zu verbringen, bevor wir am nächsten Tag weiterfahren würden nach Brudersdorf, wo unser Malkurs stattfinden soll.&lt;br /&gt;Gut, wir wollten einfach drauf los fahren und sehen, wohin der Weg uns führt, aber von Kalifornien – ich schwöre! – war nie die Rede!&lt;br /&gt;Ich lasse mich also darüber aufklären, dass dieses Kalifornien tatsächlich an der Ostsee liegt, knappe 30 Kilometer hinter Kiel, und da mir die „Exotik“ dieses Reiseziels gefällt, fahren wir also los.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unterwegs buchen wir telefonisch zwei Hotelzimmer, kaum dort angekommen und Koffer aus dem Auto gehievt, machen wir den ersten Strandspaziergang und finden schnell einen sehr schönen Hundestrand, an dem unsere Wauzis sich austoben dürfen. &lt;span style="color: white;"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQznVBaStI/AAAAAAAACI4/sllrpq1Y51o/s1600/01+-+02.08.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" height="400" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5509084994931935954" src="http://2.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQznVBaStI/AAAAAAAACI4/sllrpq1Y51o/s640/01+-+02.08.jpg" style="display: block; height: 250px; margin: 0px auto 10px; text-align: center; width: 400px;" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Anschließend lassen wir uns auf einer Seeterrasse nieder und genießen ein Glas Wein, bzw. eine Berliner Weisse.&lt;br /&gt;In Heidkate wollen wir in einem Restaurant mit großer Terrasse direkt am Meer unser Abendessen genießen. Leider spielen weder das Wetter noch der Koch so richtig mit – meine Fischplatte, die aus durchgehend gleich schmeckenden, panierten (bäh!) Fischstücken besteht, wird von oben noch mal richtig gewässert, als ein größerer Regenschauer kommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber egal, wir sind eh müde und wollen eigentlich nur ins Bett. Zurück im Hotelzimmer (ich schlafe - wie es sich für eine frisch Vierzigjährige gehört! - in Zimmer 40… und der Zimmerschlüssel auf dem Nachttisch schaut mich grinsend an!) sehe ich nach einer Dusche noch ein wenig fern und schlafe dann ausgezeichnet bis zum nächsten Morgen.&lt;br /&gt;&lt;span style="color: white;"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQznFpjofI/AAAAAAAACIw/v4Tuo33gqM8/s1600/02+-+02.08.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" height="303" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5509084990805352946" src="http://2.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQznFpjofI/AAAAAAAACIw/v4Tuo33gqM8/s400/02+-+02.08.jpg" style="display: block; height: 303px; margin: 0px auto 10px; text-align: center; width: 400px;" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: #990000;"&gt;Dienstag, 3. August 2010&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Frühstück packen wir unser ganzes Gepäck und die Hunde wieder ins Auto und fahren noch mal an den kalifornischen Strand. Dort sitzen wir bei schönstem Sonnenschein ein wenig im warmen Sand und schauen dem Treiben um uns zu. Zu gerne würde ich in die See hüpfen, aber der Aufwand mit den Badesachen im Koffer ist mir zu groß!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQzm3Rei3I/AAAAAAAACIo/pnr6mP9V8QI/s1600/03+-+03.08.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" height="250" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5509084986946259826" src="http://4.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQzm3Rei3I/AAAAAAAACIo/pnr6mP9V8QI/s400/03+-+03.08.jpg" style="display: block; height: 250px; margin: 0px auto 10px; text-align: center; width: 400px;" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Im Garten des Restaurants „Strandläufer“ trinken wir im Strandkorb sitzend noch einen Milchkaffee, dann geht die Reise weiter nach Mecklenburg-Vorpommern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen 17 Uhr kommen wir in Brudersdorf an und sind bereits bei der Einfahrt auf das Grundstück baff. Das Grundstück ist riesig, das Haus, das ein wenig versteckt hinter Stockrosen-Beeten und Bäumen steht, nicht minder. Riesig und einfach wunderschön!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis auf eine Teilnehmerin des Malkurses, die erst am nächsten Tag anreisen wird, ist die gesamte Gruppe bereits auf der Terrasse versammelt und wir werden sehr herzlich begrüßt. Insgesamt werden wir in dieser Woche zu acht sein und Gabi, die Hausherrin, macht uns nach dem ersten Kennenlernen zunächst mit dem Haus bekannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Uli und ich bekommen unsere Zimmer gezeigt, die direkt nebeneinander liegen; es folgt ein Rundgang durch das alte Pfarrhaus, das Gabi und ihr Mann vor ca. 15 Jahren gekauft und komplett saniert haben. Einige Tage später zeigt sie uns Bilder aus den Anfangszeiten und wir sind erstaunt und voller Bewunderung, was in diesem Haus alles ausgebessert und erneuert wurde!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunächst aber schwirrt uns der Kopf, als wir die Besichtigung beenden. So viele Zimmer, hier ein Winkel, dort eine Tür, da ein weiterer Flur, vorne die Treppe rauf, hinten wieder runter, noch ein Zimmer und noch eins… Als ich wieder auf der Terrasse stehe, kann ich nur ahnen, wo sich mein Schlafbereich befindet und es dauert tatsächlich fast zwei Tage, bis ich sicher durchs Haus laufe, ohne einen Raum zu suchen! Und doch auch hin und wieder noch einen entdecke, den ich bisher nicht gesehen hatte!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQzmuQEuYI/AAAAAAAACIg/34fh6UpMxYI/s1600/04+-+03.08.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5509084984524454274" src="http://1.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQzmuQEuYI/AAAAAAAACIg/34fh6UpMxYI/s400/04+-+03.08.jpg" style="cursor: hand; display: block; height: 250px; margin: 0px auto 10px; text-align: center; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das ehemalige Pfarrhaus verfügt über ca. 16 Zimmer, die kleinen noch nicht ausgebauten Kämmerchen nicht mitgezählt. Viele sind sehr großzügig bemessen, aber es gibt auch ein paar kleinere Zimmerchen – alle sind sie hübsch und liebevoll eingerichtet und Gabi hat in jeden Raum eine Vase mit frischen Blumen aus dem Garten gestellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Garten ist ebenfalls sehr, sehr groß – man möchte ihn eher als Park bezeichnen. Es gibt verschiedene Obstbäume und herrlichen alten Baumbestand, ein Teil wurde als Bauerngarten angelegt, überall finden sich Inseln mit wunderschönen Stockrosen und Mohn und direkt neben der Küche laden teils mannshohe Kräuterbüsche zum experimentieren beim kochen ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Hunde haben ihr Paradies gefunden! Die kommende Woche werden sie damit verbringen, das gut eingezäunte Grundstück Quadratmeter für Quadratmeter zu beschnüffeln und über die großen Wiesen zu toben! Am Abend sind sie regelmäßig so müde, dass wir oft hören, wie sie die Holztreppen hochstapfen, um sich mit einem tiefen Seufzer ins (Hunde-) Bett zu legen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir haben Platz ohne Ende und es würde kaum auffallen, wenn noch 5 weitere Personen mit uns dort verweilen würden. Als Gabi mir jedoch erzählt, dass zu Zeiten, als das Haus tatsächlich noch Pfarrhaus war, bis zu 40 Personen dort gelebt haben, bin ich recht erstaunt. Ganze Flüchtlingsfamilien lebten in einem Zimmer - wir sind heute halt doch sehr verwöhnt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem Kaffee und leckerem, selbstgebackenem Kuchen auf der Terrasse zeigt &lt;a href="http://www.hermann-spoerel.de/"&gt;Hermann Spörel&lt;/a&gt;, Berliner Maler und unser Lehrer für die nächsten Tage, uns bei einem kleinen Rundgang das Dorf. Wir kommen vorbei an hübschen Häusern, teilweise alt und liebevoll aufgepäppelt, teilweise auch alt und verfallen. Es gibt große (ehemalige) Bauernhöfe und um das Dorf herum riesige Kornfelder. Einige der Gebäude stehen leer und wir erfahren, dass viele Bewohner aus beruflichen Gründen abgewandert sind – von ursprünglich 1.000 Einwohnern leben aktuell noch ca. 250 in Brudersdorf. Wenn man sich die Arbeitslosenzahlen für Mecklenburg anschaut, verwundert das leider nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kirche ist für so einen kleinen Ort recht imposant und im neugotischen Stil. Direkt auf dem Gelände befindet sich auch der Friedhof.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQzmLfgNDI/AAAAAAAACIY/BbB6_h0qhtg/s1600/05+-+03.08.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5509084975193928754" src="http://3.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQzmLfgNDI/AAAAAAAACIY/BbB6_h0qhtg/s400/05+-+03.08.jpg" style="cursor: hand; display: block; height: 400px; margin: 0px auto 10px; text-align: center; width: 303px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQzWsxSzMI/AAAAAAAACIQ/rA9KDtCLBeE/s1600/06+-+03.08.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5509084709249010882" src="http://3.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQzWsxSzMI/AAAAAAAACIQ/rA9KDtCLBeE/s400/06+-+03.08.jpg" style="cursor: hand; display: block; height: 303px; margin: 0px auto 10px; text-align: center; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Weiter geht´s vorbei am Dorfteich und am Löschteich, am Feuerwehrhaus und an der einzigen Gaststätte des Dorfes (die für mich immer geschlossen aussah). Den Abend beschließen wir mit einem Glas Wein auf der Terrasse „unseres“ Pfarrhauses, danach fallen Frau Schmitt und ich müde auf unsere Kissen!&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: #990000;"&gt;Mittwoch, 4. August 2010&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Am Morgen bin ich noch vor dem Wecker um 7.15 Uhr wach – in Köln ein Unding! Schmitti und ich machen einen ersten Spaziergang entlang riesiger Rapsfelder und als wir zum Pfarrhaus zurück kommen, haben Heidi und Gabi bereits ein reichhaltiges und vielseitiges Frühstück gezaubert, das wir bei strahlendem Sonnenschein auf der Terrasse einnehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um 10.00 Uhr beginnt der Malkurs, Hermann bittet uns, im Garten ein Motiv zu suchen und es grob mit dem Bleistift zu skizzieren. Heidi wählt eine Malve, Uli einen Ausschnitt aus dem Quittenbaum – die angehende Superkünstlerin N.-S. aus K. am R. entscheidet sich großzügig für die komplette Landschaft vor ihren Augen… &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ein Weizenfeld, dahinter ein Weg mit kleinen Büschen, noch weiter hinten eine abschließende Baumreihe. Übermut lässt grüßen!&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Zunächst skizziere ich tatsächlich sehr großzügig und als Hermann mich darauf hinweist, dass ich ruhig ein klein wenig detaillierter werden kann, werde ich leicht gefrustet, weil nichts so wird, wie ich es haben will.&lt;br /&gt;Nachdem ich etwa 1.473 Roggenhalme gestrichelt habe, beginnt mein Motiv mich zu langweilen… schöne Scheiße!&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Der Frust wird noch größer, als ich meine Skizze anschließend aquarellieren will und feststelle, dass all meine wenigen Vorkenntnisse wie weggeblasen sind.Wie war das noch mal mit der Nass-in-Nass-Technik? Wie kommen die Tiefen in einem Baum? Und wie bekomme ich die Getreidehalme so hin, dass sie nicht aussehen wie Striche in der Landschaft. Damned!!!&lt;br /&gt;&lt;span style="color: white;"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQzWTVbslI/AAAAAAAACII/RIg1tXxF2c0/s1600/07+-+04.08.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5509084702421267026" src="http://3.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQzWTVbslI/AAAAAAAACII/RIg1tXxF2c0/s400/07+-+04.08.jpg" style="cursor: hand; display: block; height: 250px; margin: 0px auto 10px; text-align: center; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nach einer etwa 2-stündigen Mittagspause geht es am Nachmittag weiter mit der Arbeit am Pinsel und irgendwann klappt es dann auch besser mit meiner Landschaft, auch wenn mir das fertige Bild letztendlich nicht gefällt. Was soll´s – erster Tag!!&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Das Malen an sich ist sehr entspannend. Wir sitzen gemeinsam in diesem riesigen Garten, ein paar zusammen am großen Tisch, einige einzeln an kleinen Tischchen auf der Wiese verteilt, jeder ist versunken in seine Pinselstriche und es liegt eine gemütliche Ruhe in der Luft. Dennoch bleibt Zeit und Gelegenheit für die ein oder andere Geschichte und Anekdote und man lernt sich in kleinen Gesprächen näher kennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQzWAuXJuI/AAAAAAAACIA/QPk8DJxXXOc/s1600/08+-+04.08.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5509084697425553122" src="http://2.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQzWAuXJuI/AAAAAAAACIA/QPk8DJxXXOc/s400/08+-+04.08.jpg" style="cursor: hand; display: block; height: 250px; margin: 0px auto 10px; text-align: center; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Zum Ende des ersten Nachmittages trifft Rosi in Brudersdorf ein – Nachzüglerin im Bunde der fleißigen Maler.&lt;br /&gt;Obwohl sie (wie übrigens die meisten der Runde) seit Jahrzehnten in Berlin lebt, kann sie ihre bayerischen Wurzeln nicht verbergen und ich schließe sie gleich in mein Herz, weil ich diesen Dialekt so liebe!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch das Abendessen richten Heidi und Gabi und wieder mal schmeckt es vorzüglich! In den nächsten Tagen werden wir uns mit der Verpflegung abwechseln, jeder ist mal dran, sich in Zweiergruppen um die Mahlzeiten des Tages zu kümmern. Mittags gibt es immer etwas kleines und leichtes, abends wird dann „richtig“ gekocht (so wollen es jedenfalls die selbsterstellte Regel und Hermann. Tatsache ist, dass es schon mittags oft solche Köstlichkeiten gibt, dass ich kaum mehr "papp" sagen kann!).&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Durch den täglichen Küchenwechsel ist unser Speiseplan sehr abwechslungsreich. Vor allem aber fasziniert mich, die ich nicht unbedingt das kreative Genie am Herd bin (doch, ich kann kochen, aber es macht mir nicht wirklich Spaß!), wie einfallsreich täglich anfallende Reste wiederverwertet und in ein sehr schmackhaftes Mahl umgewandelt werden!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Abendessen besuchen Hermann, Uli und ich die direkten Nachbarn Leni und Herbert. Sehr nette Leute um die Siebzig, mit denen Hermann sich in all den Jahren, in denen er schon den sommerlichen Malkurs in Brudersdorf abhält, angefreundet hat. Wir werden sehr herzlich empfangen und haben im Nullkommanix ein Gläschen Rotwein vor uns stehen. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Früher gab es auf ihrem Hof u.a. Schafe, Schweine, mehrere Katzen und, und, und…&lt;br /&gt;Inzwischen leben dort nur noch der kuschelbedürftige Labrador Rocky, ein uralter Kater, einige dicke, schlappohrige Hasen und zu meinem Entsetzen eine Horde Hühner mit dazugehörigem Hahn, die frei auf dem Hof rumspazieren. Letztere sorgen dafür, dass ich nicht wirklich entspannt dort sitzen kann und ständig befürchte, die Viecher kommen mir zu nahe. So nett die beiden alten Herrschaften sind – ich springe doch gleich ganz freudig auf, als Hermann vorschlägt, so langsam wieder aufzubrechen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Abschied versorgt Herbert uns noch mit Salat, Zwiebeln, Gurken und Riesen-Zucchini aus seinem Garten – auch diese Sachen werden in den nächsten Tagen in unsere Menüs eingebaut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück im Pfarrhaus verbringen wir den restlichen Abend im Garten. Die einen spielen Boule, jemand liest, Christoph surft mit seinem Laptop durch das weltweite Netz und Uli und ich kraulen ein bisserl die Hunde, die einfach nur fix und fertig sind von einem aufregenden Tag!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: #990000;"&gt;Donnerstag, 5. August 2010&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Wieder bin ich vor dem Wecker wach – ich werde mir selbst unheimlich!&lt;br /&gt;Frau Schmitt und ich drehen eine weitere Runde um die Felder und treffen dabei Uli und Lukas, die vor einer Horde Wildschweine aus dem nahe liegenden Wald auf der Flucht sind.&lt;br /&gt;Wieder fällt mir auf, wie ausgestorben das Dorf auf mich wirkt, man sieht zu kaum einer Tageszeit wirklich viele Menschen auf der Straße. Hier mal eine Hausfrau auf dem Fahrrad, dort ein Ömchen, das über den Weg schlurft oder ein Bauer bei der Arbeit. Alle, denen wir begegnen, grüßen sehr freundlich und aufgeschlossen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Frühstück führt Hermann uns in die Pastellkreide-Malerei ein und das macht mir nicht nur Spaß, es gelingt auch besser als das Aquarell am Vortag. Natürlich hat der Herr Lehrer an meinem Bild einige Verbesserungsvorschläge und nachdem er sie alle ausgeführt hat, bin ich ein bisserl traurig – es ist nicht mehr mein Bild..!&lt;br /&gt;Schon allein seine Herangehensweise ist eine andere, als ich sie bei meiner Freundin Anne vor einigen Jahren mal „gelernt“ habe, Hermann malt viel kräftiger und „farbintensiver“, so dass das fertige Pastell nachher fast aussieht, als sei es aus Samt. Mein Bild trägt nun sehr seine Handschrift und ich bin mir noch nicht so ganz sicher, ob das mein Stil ist. Aber natürlich ist es spannend, auch seine Art des Malens kennen zu lernen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für die heutigen Mahlzeiten sind Christoph und seine Freundin Anne, die nicht am Malkurs teilnimmt, zuständig und so haben wir mittags eine zünftige Brotzeit mit Kartoffeln und Kräuterquark und Salat. Eigentlich wollen wir danach schwimmen gehen, aber die Kocherei hat sich verzögert und so lohnt sich die Fahrt zum See zeitlich nicht mehr, bis der Nachmittagskurs beginnt.&lt;br /&gt;Die freie Zeit nutze ich stattdessen für eine Siesta mit iPod und Jess Jochimsen sowie einem kurzen Spaziergang mit meiner Fellnase.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Nachmittag bewaffnen wir uns mit Block und Bleistift und skizzieren am Dorfausgang den Blick auf selbiges. Wieder ein Kornfeld, davor ein Wirtschaftsweg, dahinter die Kirche von Brudersdorf und einige Scheunendächer. Eigentlich ganz simpel. Wenn man´s kann..!&lt;br /&gt;&lt;span style="color: white;"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQzV78nSeI/AAAAAAAACH4/K1YiJsXVzOE/s1600/09+-+05.08.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5509084696143153634" src="http://1.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQzV78nSeI/AAAAAAAACH4/K1YiJsXVzOE/s400/09+-+05.08.jpg" style="cursor: hand; display: block; height: 303px; margin: 0px auto 10px; text-align: center; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQzVrBEmbI/AAAAAAAACHw/bhEQS2xgyOo/s1600/10+-+05.08.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5509084691598449074" src="http://1.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQzVrBEmbI/AAAAAAAACHw/bhEQS2xgyOo/s400/10+-+05.08.jpg" style="cursor: hand; display: block; height: 400px; margin: 0px auto 10px; text-align: center; width: 303px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQynyiFT3I/AAAAAAAACHA/6-YcH1hqOyU/s1600/11+-+05.08.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5509083903341973362" src="http://3.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQynyiFT3I/AAAAAAAACHA/6-YcH1hqOyU/s400/11+-+05.08.jpg" style="cursor: hand; display: block; height: 400px; margin: 0px auto 10px; text-align: center; width: 303px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Zurück im Garten wird auch dieses Motiv in Pastellkreide umgesetzt. Ich nehme mir vor, dieses Bild alleine zu malen, aber auch hier setzt Hermann wieder seinen Stempel auf. Grrrr…!!! (Nein, ich nehme es ihm nicht wirklich übel. Es ist für den Moment frustrierend, einfach weil es mir aufzeigt, was ich nicht kann. Aber ich bin ja zum lernen da!)&lt;br /&gt;Als der Kurs um 18.00 Uhr zu Ende ist, bin ich es auch. Müde, müde, müde!&lt;br /&gt;Kaum zu glauben, wie sehr diese ungewohnte Konzentration schlauchen kann!&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Um den Kopf ein wenig frei zu bekommen, mache ich einen weiteren Spaziergang mit Frau Schmitt. Am Dorfteich setzen wir uns auf eine Bank und schalten etwas ab. Herrliche Ruhe!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQynlM_9-I/AAAAAAAACG4/O0Q1DSAOEh8/s1600/12+-+05.08.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5509083899763881954" src="http://4.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQynlM_9-I/AAAAAAAACG4/O0Q1DSAOEh8/s400/12+-+05.08.jpg" style="cursor: hand; display: block; height: 250px; margin: 0px auto 10px; text-align: center; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Währenddessen wird im Haus das Abendessen zubereitet – es gibt Leckeres aus dem Wok und eine fruchtige Mangocreme zum Dessert.&lt;br /&gt;Bei der „Zigarette danach“ habe ich eine kurzweilige und nette Unterhaltung mit Rosi im Garten, zu der sich auch Hermann später gesellt. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Mit einer Runde „Wer bin ich?“ (das Ding, wo man mit Post-it einen Namen auf die Stirn gepappt bekommt und durch Fragen erraten muss, wer man ist) lassen wir den Abend in fröhlicher Runde ausklingen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: #990000;"&gt;Freitag, 6. August 2010&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;„Tan while you paint!“&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ist das von Uli erfundene Tagesmotto als wir beim Abendessen feststellen, dass wir alle bereits ordentlich Farbe bekommen haben. Kein Wunder – wir sind den ganzen Tag draußen und das Wetter spielt bisher bestens mit. In Berlin, wo die meisten Kursteilnehmer herkommen, soll es momentan Bindfäden regnen, von Köln höre ich auch nichts berauschendes, aber hier, in einem kleinen mecklenburgischen Dörfchen, ist davon nichts zu spüren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für die „Mannschafts-Verpflegung“ sind heute Uli und ich zuständig und da uns mittlerweile einige Lebensmittel ausgegangen sind, ist erst mal einkaufen angesagt. Dafür fahren wir nach Demmin und irren durch das „Kaufland“ (ich hasse fremde oder frisch umgeräumte Supermärkte, in dem man mehr sucht als kauft!).&lt;br /&gt;Die von Nachbar Herbert geschenkte Riesen-Zucchini verwandeln wir mittags in eine leckere Suppe und der ganze Spaß ist so zeitaufwändig, dass wir erst am Nachmittag zum malen kommen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Erstmals bin ich mit dem von mir geschaffenen Mal-Tageswerk zufrieden – vor allem weil Hermann heute nur wenige Nachbesserungen vornimmt und so nicht wieder mein Bild in seins umwandelt.&lt;br /&gt;&lt;span style="color: white;"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQym4uJSII/AAAAAAAACGw/wZc6VHTht5o/s1600/13+-+06.08.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5509083887823308930" src="http://3.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQym4uJSII/AAAAAAAACGw/wZc6VHTht5o/s400/13+-+06.08.jpg" style="cursor: hand; display: block; height: 400px; margin: 0px auto 10px; text-align: center; width: 303px;" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;span style="font-size: 78%;"&gt;Böse Zungen nannten dieses Bild "Grüner P... (setzten Sie hier ein Wort für das männliche Glied ein) vor abbruchreifer Hauswand" - dabei ist es doch noch mitten im Entstehungsprozess... Banausen!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQymgNrK4I/AAAAAAAACGo/YEGQOfsqnCA/s1600/14+-+06.08.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5509083881244666754" src="http://4.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQymgNrK4I/AAAAAAAACGo/YEGQOfsqnCA/s400/14+-+06.08.jpg" style="cursor: hand; display: block; height: 400px; margin: 0px auto 10px; text-align: center; width: 303px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Da wir auch abends wieder kochen „müssen“, kommen Frau Schmitt und Lukas heute ein wenig kurz – und trotzdem sind sie, wie an jedem Abend hier, regelrecht k.o. Auch sie sind die stundenlange Frischluft nicht gewohnt!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQymbZYGSI/AAAAAAAACGg/YfL08NM31QA/s1600/15+-+06.08.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5509083879951571234" src="http://4.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQymbZYGSI/AAAAAAAACGg/YfL08NM31QA/s400/15+-+06.08.jpg" style="cursor: hand; display: block; height: 303px; margin: 0px auto 10px; text-align: center; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Heute gehen wir allerdings erst spät ins Bett und lange nach den anderen. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Zu schön ist der Sternenhimmel, der sich über uns auftut und so sitzen Uli, Hermann und ich noch lange auf der Terrasse. Alle Lichter im Haus haben wir ausgemacht, um nicht von den Sternen abzulenken und zu meinem Entzücken ist sogar die Milchstraße genau über uns zu sehen. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Es glitzert und blinkert am Himmel, diverse Sternschnuppen zeigen sich (mir jedoch nur eine – und die kam so überraschend, dass ich glatt Mühe hatte, mit dem Wunsch hinterher zu kommen!) und ich bin sicher, selbst in den Bergen habe ich noch nicht einen solchen Wahnsinns-Himmel gesehen! Fasziniert sitze ich da mit dem Kopf im Nacken und sehe mir das Spektakel an – gleichzeitig kichere ich mit Uli und Hermann, die in ihrer Erinnerungs-Kiste kramen und die ein oder andere witzige Geschichte aus ihrer lange vergangnen, gemeinsamen Zeit in Berlin erzählen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="color: white;"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="color: white;"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="color: white;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="color: white;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="color: white;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="color: white;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="color: white;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="color: white;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: #990000;"&gt;Samstag, 7. August 2010&lt;/span&gt;&lt;span style="color: white;"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: #990000;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: #990000;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Nach dem Frühstück gibt es die allmorgendliche Besprechung unserer Werke vom Vortag. Nicht uninteressant, weil man auch vom Können und den Fehlern der anderen lernt und einen Blick für die Dinge bekommt.&lt;br /&gt;Heute wird fleißig über Horizonte und Fluchtpunkte und Perspektiven diskutiert und ja, ich gebe es zu, diesen Kram vergesse ich zu gerne zu beachten. Vielleicht wird aus mir ja doch kein zweiter Hopper?!&lt;br /&gt;Beruhigend nur, dass mancher Mitstreiter dieses Thema auch besser in der Theorie besprechen als in der Praxis ausführen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rosi bereitet uns ein leckeres Mittagessen, danach fahren Gabi, Hermann, Uli und ich nach Dargun, um im Klostersee eine erfrischende Runde zu baden. Herrlich ist das Wasser, kühl und weich – wunderbar! Leider sind wir ein bisserl in Zeitdruck, der Nachmittagskurs soll pünktlich um 15 Uhr wieder beginnen – eine entspannende Runde „am Ufer liegen und Löcher in die Luft gucken“ entfällt also.&lt;br /&gt;&lt;span style="color: white;"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQyWGvfQCI/AAAAAAAACGY/roclt8iU8n0/s1600/16+-+07.08.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5509083599529263138" src="http://2.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQyWGvfQCI/AAAAAAAACGY/roclt8iU8n0/s400/16+-+07.08.jpg" style="cursor: hand; display: block; height: 400px; margin: 0px auto 10px; text-align: center; width: 303px;" /&gt;&lt;/a&gt;F&lt;span style="font-size: 78%;"&gt;ertig!&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Später beende ich mein am Vortag angefanges Pastellkreide-Bild und entschließe mich, ein weiteres Aquarell zu malen. Im Garten des Pfarrhauses stehen tolle getrocknete Mohnkapseln, an die ich mich nun wage. Leider bleibt mir nach der Bleistift-Skizze keine Zeit mehr für Farbe, aber morgen ist ja auch noch ein Tag!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem Abendspaziergang durchs Dorf mit Frau Schmitt genieße ich Rosis Zucchini-Curry und eine köstliche Zitronen-Creme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQyV6TFPtI/AAAAAAAACGQ/Q4EfUG_punI/s1600/17+-+07.08.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5509083596188892882" src="http://3.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQyV6TFPtI/AAAAAAAACGQ/Q4EfUG_punI/s400/17+-+07.08.jpg" style="cursor: hand; display: block; height: 250px; margin: 0px auto 10px; text-align: center; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die restliche Mannschaft versammelt sich nach dem Essen im Schlafzimmer von Christoph und Anne, wo der einzige und winzige Fernseher des Hauses steht. „Walk the line“, die Verfilmung des Lebens von Johnny Cash, ist angesagt.&lt;br /&gt;Ich mag nicht fernsehen, zum einen kenne ich den Film schon, zum anderen möchte ich lieber noch ein bisserl den lauen Abend genießen und setze mich mit meinem Buch allein in den Garten. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Die vielen Mücken vertreiben mich – dank Autan! – nicht, aber irgendwann ist es zu dunkel zum lesen und so gehe ich doch noch hoch ins „Fernsehzimmer“.&lt;br /&gt;Es empfängt mich eine gemütliche Jugendherbergs-Atmosphäre – sieben Leute liegen da bunt zusammengewürfelt über dem Bett und auf dem Boden. Dazwischen ein paar Fläschchen Wein, jede Menge Kissen und Decken und Lukas, der sich macho-like von Rosi den Bauch kraulen lässt. Sehr gemütlich!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: #990000;"&gt;Sonntag, 8. August 2010&lt;/span&gt;&lt;span style="color: white;"&gt;-&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQyVqNvbxI/AAAAAAAACGI/UJDtnRNaPyc/s1600/18+-+08.08.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5509083591871524626" src="http://4.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQyVqNvbxI/AAAAAAAACGI/UJDtnRNaPyc/s400/18+-+08.08.jpg" style="cursor: hand; display: block; height: 250px; margin: 0px auto 10px; text-align: center; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Christoph und Anne verlassen uns nach dem Frühstück und der allmorgendlichen Mal-Besprechung, um nach Berlin zurück zu fahren. Ja, es gibt auch Leute, die morgen (wieder) arbeiten müssen…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Laufe des Tages stelle ich meine Mohnkapseln fertig und lasse mich dazu überreden, es mal mit Acryl zu probieren. Ja, ich habe schon mal mit Acryl gemalt, aber das waren doch recht futuristische Farbklecksereien – von Struktur keine Spur. Da ich also keinerlei Ahnung von dieser Technik habe, gehe ich recht verhalten an mein Motiv – drei rot-gelbe Äpfel. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Als auf meiner Leinwand wie von Geisterhand drei grüne (grüne??) kreisrunde Kreise erscheinen (habe ich das gemacht???), schnappe ich irgendwo was von „Mickey Mouse“ auf. Hallooo?????&lt;br /&gt;Ja okay, wenn man die Äpfel, bzw. das, was mal Äpfel werden sollen, umdreht, sieht man eine arg seekranke Mickey Mouse auf Keilrahmen… aber hey, ich habe gerade erst angefangen!!!&lt;br /&gt;Weiter komme ich an diesem Tag mit meiner Kunst auch nicht mehr – es ist schon wieder Zeit für den Feierabend!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQyVQ0tKWI/AAAAAAAACGA/eg3dQN7BZg8/s1600/19+-+08.08.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5509083585055631714" src="http://1.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQyVQ0tKWI/AAAAAAAACGA/eg3dQN7BZg8/s400/19+-+08.08.jpg" style="cursor: hand; display: block; height: 250px; margin: 0px auto 10px; text-align: center; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Abendessen haben wir riesigen Spaß bei einer Runde „Activity“, besonders bei der Pantomime gewisser Mitspieler ist das Gekreische groß! Schnell wird da aus einer "Lachmöwe" ein "Spaßvogel". Überhaupt ist es spannend, mit welchen Assoziationen die Leute um sich werfen.&lt;br /&gt;Zum Beispiel wird bei der Pantomime ein Bart angedeutet – daraufhin werden Worte in den Raum geworfen wie „Bartstoppeln“, „Bartträger“ und „Bartkeeper“. Genial!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Müde und immer noch kichernd gehe ich später ins Bett.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: #990000;"&gt;Montag, 9. August 2010&lt;/span&gt;&lt;span style="color: white;"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: #990000;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Der letzte Tag des Malkurses ist angebrochen und ich spüre ein bisserl Wehmut in mir!&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Der Morgen beginnt wie alle anderen: Morgenrunde mit Frau Schmitt, danach reichhaltiges und leckeres Frühstück auf der Terrasse und dann wieder ran an die Pinsel. Ich bin etwas verzweifelt wg. meines Acrylbildes und habe keinen blassen Schimmer, wie ich aus drei quietschgrünen Kreisen plastisch wirkende Äpfel zaubern soll.Mit ein paar Erklärungen von Hermann beginnt mein Bild dann aber doch langsam zu reifen.&lt;br /&gt;&lt;span style="color: white;"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQyU7kcFII/AAAAAAAACF4/f5xONLUuunw/s1600/20+-+09.08.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5509083579350258818" src="http://2.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQyU7kcFII/AAAAAAAACF4/f5xONLUuunw/s400/20+-+09.08.jpg" style="cursor: hand; display: block; height: 303px; margin: 0px auto 10px; text-align: center; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;N&lt;span style="font-size: 78%;"&gt;och nicht ganz fertig...&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Mittagessen würde ich mich zu gerne ein halbe Stunde hinlegen, ich bin richtig "fäddisch".&lt;br /&gt;Hermann drängt jedoch darauf, dass wir seinen Lieblings-Badeplatz an der Trebel kennen lernen und so schwingen wir uns auf die Räder und fahren Richtung Fluss. Die Hunde nehmen wir mit und ich habe ein bisserl Bedenken wegen Frau Schmitt, die mindestens zwei Jahre nicht mehr am Fahrrad mitgelaufen ist und mit ihren kurzen Beinchen weder die Erfahrung noch die Kondition hat.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Aber sie schlägt sich wacker, meine Süße, und ich habe den Eindruck, es macht ihr richtig Spaß – obwohl (oder weil) sie richtig flitzen muss. Ich glaube, Lukas, der geübte Radfahrer… äh … -läufer, ist ihr ein großes Vorbild und sie will sich keine Blöße geben. Und uns ja auch nicht verlieren! (Obwohl ich sehr darauf schaue, nicht zu schnell zu fahren, weil es auch recht warm ist)&lt;br /&gt;Die gut 3 Kilometer bis zum Fluss schafft sie (fast) locker, erst auf dem letzten Stück des Rückweges merke ich, dass es ihr nun reicht.&lt;br /&gt;Während die anderen drei eine Runde in der Trebel drehen, machen Lukas, Schmitti und ich Pause auf der Wiese am Ufer (mir war das zeitlich alles zu knapp und ich habe nicht wirklich Lust zu schwimmen und danach noch halbnass und gehetzt wieder heim zu radeln - zweite verpasste Chance, und dabei liebe ich das Wasser...).&lt;br /&gt;&lt;span style="color: white;"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQx8C42rdI/AAAAAAAACFw/-WN2HY0ICGI/s1600/21+-+09.08.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5509083151818206674" src="http://1.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQx8C42rdI/AAAAAAAACFw/-WN2HY0ICGI/s400/21+-+09.08.jpg" style="cursor: hand; display: block; height: 400px; margin: 0px auto 10px; text-align: center; width: 250px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Im Nachmittagskurs stelle ich meine Äpfel fertig und auch, wenn mir der Hintergrund nicht gefällt, so finde ich die Früchte letztendlich nun doch recht gelungen. Selbst meine Mitstreiter geben zu, dass sie anfangs nicht gedacht hätten, „dass da noch was draus wird!“ *hihi*&lt;br /&gt;&lt;span style="color: white;"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQx728Y96I/AAAAAAAACFo/98NooKN5K_I/s1600/22+-+09.08.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5509083148611811234" src="http://2.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQx728Y96I/AAAAAAAACFo/98NooKN5K_I/s400/22+-+09.08.jpg" style="cursor: hand; display: block; height: 303px; margin: 0px auto 10px; text-align: center; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;span style="font-size: 78%;"&gt;Jetzt aber!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQx7vYpgyI/AAAAAAAACFg/ufH7khDHbCM/s1600/23+-+09.08.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5509083146582852386" src="http://2.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQx7vYpgyI/AAAAAAAACFg/ufH7khDHbCM/s400/23+-+09.08.jpg" style="cursor: hand; display: block; height: 250px; margin: 0px auto 10px; text-align: center; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das große Aufräumen beginnt anschließend zumindest schon mal bei den Malutensilien - alles wird zurückgetragen in die Remise und der Garten von Pinseln und Farben befreit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQx7cPIVfI/AAAAAAAACFY/NeicRMK3CXE/s1600/24+-+09.08.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5509083141442655730" src="http://4.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQx7cPIVfI/AAAAAAAACFY/NeicRMK3CXE/s400/24+-+09.08.jpg" style="cursor: hand; display: block; height: 303px; margin: 0px auto 10px; text-align: center; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das „letzte Abendmahl“ im Brudersdorfer Pfarrhaus besteht aus den Bolognese-Resten von gestern.&lt;br /&gt;Zum Abschluss gibt es auf der Terrasse nochmals eine Bildbesprechung – alle unsere Werke werden aufgebaut und ein letztes Mal bewundert. Es ist wirklich erstaunlich, wie viel wir alle in den vergangenen Tagen geschaffen haben und was für tolle Bilder entstanden sind!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgen gibt es ein letztes gemeinsames Frühstück, danach wird das Haus aufgeräumt und geputzt.&lt;br /&gt;Uli und ich werden dann noch zwei, drei Tage hoch an die Küste fahren – es bleibt also spannend!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQx7HW1KFI/AAAAAAAACFQ/M5uEXNRVMVA/s1600/25+-+09.08.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5509083135837808722" src="http://4.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQx7HW1KFI/AAAAAAAACFQ/M5uEXNRVMVA/s400/25+-+09.08.jpg" style="cursor: hand; display: block; height: 250px; margin: 0px auto 10px; text-align: center; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;b&gt;Fortsetzung folgt...&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7317273364130131832-6474761799937902318?l=schmittsche-prosa.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/feeds/6474761799937902318/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/2010/08/ein-sommernachtstraum.html#comment-form' title='11 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7317273364130131832/posts/default/6474761799937902318'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7317273364130131832/posts/default/6474761799937902318'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/2010/08/ein-sommernachtstraum.html' title='Ein Sommer(nachts)traum'/><author><name>Schmitt´s</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01635941090479810291</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/SoGWILIAhQI/AAAAAAAABEk/tvqIpP-jqZo/S220/profil.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/THQznVBaStI/AAAAAAAACI4/sllrpq1Y51o/s72-c/01+-+02.08.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>11</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7317273364130131832.post-1188751767298893297</id><published>2010-01-25T20:57:00.000+01:00</published><updated>2010-01-25T21:05:08.497+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemein'/><title type='text'>Käsestulle für Paul!</title><content type='html'>Lieber Herr Paul!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie als treuer Leser der ersten Stunde bereiten mir ein besonders schlechtes Gewissen, das ob meiner prosaischen Schreiblockade eh schon am Boden ist...&lt;br /&gt;Ach, es tut mir leid und ja, ich gebe zu: 2 Monate Buchstaben-Pause ist verdammt lang!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werde sehen, was sich machen lässt - vielleicht kann ich sie derweil mit einer Story aus dem "Mädchen-Blog" &lt;strike&gt;langweilen&lt;/strike&gt; unterhalten? Oder haben Sie den etwa vor lauter Frust auch schon komplett durchgeblättert???&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seien Sie gewiss: es geht weiter hier!&lt;br /&gt;Und bis dahin bedienen Sie sich bitte am Büffet: Käsestullen und Silberzwiebeln für alle! Es ist genug da, es reicht ganz bestimmt bis zum nächsten Eintrag!!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zerknirschte Grüße,&lt;br /&gt;Frau Nicht-Schmitt&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7317273364130131832-1188751767298893297?l=schmittsche-prosa.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/feeds/1188751767298893297/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/2010/01/kasestulle-fur-paul.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7317273364130131832/posts/default/1188751767298893297'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7317273364130131832/posts/default/1188751767298893297'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/2010/01/kasestulle-fur-paul.html' title='Käsestulle für Paul!'/><author><name>Schmitt´s</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01635941090479810291</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/SoGWILIAhQI/AAAAAAAABEk/tvqIpP-jqZo/S220/profil.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7317273364130131832.post-9141096051127407773</id><published>2009-11-18T16:21:00.000+01:00</published><updated>2010-08-25T10:56:48.947+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Storymaker'/><title type='text'>Wie werd´ ich schlau?</title><content type='html'>Ich tu´s nicht gerne, aber ich gebe es hier und jetzt zu, dass ich nicht der regelmäßige Nachrichtengucker und Zeitungsleser bin.&lt;br /&gt;Zu Zeiten, als die Linie 6 noch fuhr, hatte ich jeden Morgen den Stadt-Anzeiger auf dem Schoß und war, bis ich am Büro ankam, wenigstens einigermaßen informiert.&lt;br /&gt;Zur Tagesschau oder gar zur "heute"-Sendung bin ich selten schon zu Hause und wenn ich es doch mal rechtzeitig schaffe, mag ich nicht gleich mit dem meist unschönen Weltgeschehen konfrontiert werden.&lt;br /&gt;Das größte Problem: ich versteh eh nur die Hälfte..!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Früher - als Kind - habe ich immer gedacht, wenn ich erst mal groß bin, kommt das Interesse für Politik von ganz alleine. Mittlerweile frage ich mich, wie groß ich noch werden soll...&lt;br /&gt;Ob es tatsächlich daran liegt, dass ich im Politikunterricht in der Schule lieber Briefchen mit Birgit und Karin geschrieben habe, in denen wir uns für den Nachmittag verabredeten, uns über die letzte Knutsch-Party in Annettes Keller austauschten oder einfach über die Mitschüler ablästerten?&lt;br /&gt;An den Unterricht selber erinnere ich mich kein Stück, fast mag ich behaupten "Iiiich??? Ich habe nie Politikunterricht gehabt!!!" - an den Lehrer erinnere ich mich aber noch sehr genau. Herr Dr. Fies (Name der Redaktion bekannt). Klein, ein bisschen knubbelig, oben wenig, dafür im Gesicht zu viel Haare. Und die rahmten schrecklich dicke, gut durchblutete Lippen.&lt;br /&gt;Ich mochte schon mit 12 keine Männer mit dicken Lippen. Im Gegenteil - ich ekelte mich vor ihnen. Und so hatte ich anscheinend anderes zu tun, als auf den Unterrichtsstoff zu achten. Wenn das mal keine gelungene Ausrede ist..!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jedenfalls glaube ich, irgendwo in meinem Leben einen wichtigen Grundstein für das Politikverständnis verpasst zu haben. Soll heißen: ich kann zwar z.B. die Tagesschau gucken, verstehe aber meist nur Bahnhof... Ja, ja, ein trauriges Outing, aber das muss jetzt einfach mal raus...!&lt;br /&gt;Es ist mir ein Rätsel, warum man so wichtige Dinge nicht in einfachen Worten erklären kann, so dass jeder - auch ich! - sie versteht.&lt;br /&gt;(Und nein, ich möchte nicht - wie kürzlich im TV gesehen - auf der Straße nach meiner liebsten Nachrichtensendung befragt werden und mit "Taff und Exclusiv" antworten!)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit ich nicht ganz so dumm sterbe, habe ich vor einigen Wochen "DIE ZEIT" abonniert, die sich ja damit brüstet, das aktuelle Weltgeschehen kompakt und mit vielen Hintergrundinfos zusammenzufassen.&lt;br /&gt;So weit, so gut...&lt;br /&gt;Nachdem ich nun die vierte Ausgabe dieser Zeitung erhalten habe, bin ich der Meinung, das Ding sollte zuallererst mal in "DER PLATZ" umgetauft werden. Oder vielleicht sogar "ZEIT &amp;amp; PLATZ". Beides braucht man nämlich und nicht zu wenig, bei der Lektüre dieses Monstrums. Ich liebe ja mein Sonntagsfrühstück mit Milchkaffee, leckeren Steinofen-Brötchen und Rheinblick. Dazu noch die Tageszeitung und der Morgen ist perfekt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht aber mit der ZEIT. Vor lauter Papier sehe ich mein Brötchen nicht mehr, finde ich es doch, klebt die Zeitung schon halb am Honig (funktioniert auch umgekehrt). Das Umblättern ist eine Qual, das Lesen ob des Formats nicht weniger. Habe ich mal einen Artikel entdeckt, der mich interessiert, kann ich mir vor lauter Hin- und Herwenden der Zeitung nicht auf mein Frühstück konzentrieren. Es ist unmöglich, sie dezent neben dem Frühstücksgeschirr zu platzieren und meine untrainierten Trizeps-Muskeln machen auf Dauer auch das Hochhalten nicht mit. Ungemütlich das Ding, einfach ungemütlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider sind auch die besagten Hintergrundinfos auch wieder mal nur verständlich für Leute, die in der Schule aufgepasst haben. Weil auch die ZEIT nicht mit Fremdwörtern spart, die mir wg. meines Politikverdrusts nicht immer geläufig sind.&lt;br /&gt;Zudem habe ich immer das Gefühl, die Zeitung von gestern und vorgestern zu lesen, da eine Wochenzeitung ja einfach nicht tagesaktuell sein kann!&lt;br /&gt;Schade, ich hatte gehofft, endlich eine Zeitung gefunden zu haben, die mich kompakt über die Geschehnisse der Welt informiert. Aber so werde ich einfach weiter meine Klappe halten bei politischen Diskussionen und einfach furchtbar interessiert dreinschauen. Und vielleicht sollte ich um 19:50 Uhr mal auf den Kinderkanal schalte und mir "logo! Nachrichten für Kinder" anschauen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenigstens habe ich mehr als die Hälfte der Abo-Kosten wieder reingeholt, indem ich mein Begrüßungsgeschenk bei Ebay verhökert habe..!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7317273364130131832-9141096051127407773?l=schmittsche-prosa.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/feeds/9141096051127407773/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/2009/11/wie-werd-ich-schlau.html#comment-form' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7317273364130131832/posts/default/9141096051127407773'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7317273364130131832/posts/default/9141096051127407773'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/2009/11/wie-werd-ich-schlau.html' title='Wie werd´ ich schlau?'/><author><name>Schmitt´s</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01635941090479810291</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/SoGWILIAhQI/AAAAAAAABEk/tvqIpP-jqZo/S220/profil.jpg'/></author><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7317273364130131832.post-4416507243821987134</id><published>2009-09-03T12:08:00.000+02:00</published><updated>2009-09-03T12:12:06.486+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Storymaker'/><title type='text'>Der Kunde ist König</title><content type='html'>Als ich heute am Automaten bei der Bank meines Vertrauens auf die Ausgabe meines Geldes wartete, entdeckte ich ein paar Meter weiter in Richung Kasse stehend ein Flipchart.&lt;br /&gt;Ein paar Blätter waren schon umgeschlagen, auf dem aktuellen war handschriftlich folgender Hinweis zu lesen: “Aktionstag! Wir begleiten Sie zu Einzahlungen an einen unserer Automaten!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ääähm... ist das die neue Art von Dienstleistung in unserer automatisierten Welt? Kunden, die Geld sparen wollen, zum Automaten begleiten? Kann man sich da so eine Art Bodyguard als Begleiter vorstellen – mit Muskeln wie Arnie und einer Sonnenbrille wie Heino? Und was macht dieser Begleiter in der Zeit, wo wir das Geld einzahlen? Singt er mir ein Liedchen? Tanzt er ein wenig? Erzählt er den neuesten Kölner Tratsch oder massiert er meinen Nacken?&lt;br /&gt;Passt er auf, dass wir tatsächlich ALLES Geld einzahlen und nicht heimlich etwas im Portemonnaie zurückbehalten, um es vielleicht nebenan bei Douglas auf den Kopf zu hauen? Erklärt er den Bankkunden die „sieben Siegel des Geldeinzahlens am Automaten“, damit sie sich in Zukunft nicht mehr so dämlich anstellen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und was macht er morgen – wenn der Aktionstag vorbei ist??? Ach, schade, ich werde es nie erfahren – hole ich doch lieber Geld ab, als dass ich welches bei der Bank einzahle...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Rückweg zum Büro komme ich an einem der vier Friseure in der Limburger Straße vorbei. Auch hier scheint man bemerkt zu haben, dass der Dienst am Kunden wichtig und umsatzfördernd ist. Klar will der Kunde gehätschelt und getätschelt werden, aber keineswegs will der Haarbesitzer von heute abhängig sein von seinem Friseur!&lt;br /&gt;Das Date am Vorabend war kein Erfolg, weil die Haare nicht richtig lagen? Das Wochenende ist am Samstagmorgen schon gelaufen, weil die Frisur platt ist? Das muss doch nicht sein!!&lt;br /&gt;Dieser Friseur hat den Trend erkannt und auch seinen Eingang schmückt ein schönes Plakat (komischerweise kann es sich der Friseur – im Gegensatz zur Bank – leisten, Geld für eine Druckerei auszugeben. Aber gut, seine Aktion beschränkt sich ja nicht nur auf einen Tag, da muss das Schild schon was länger halten!).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf diesem Poster sehen wir den Kopf einer sexy Blondine mit vollen, lipgloss-übertünchten Lippen und sehr selbstbewusstem Blick. Über ihrem Kopf schwebt ein Haarfön (nein, Entschuldigung: ein Haartrockner. „Fön“ dürfen sich nur Geräte von AEG nennen.) Mit hübsch geschwungenen Lettern lädt dieser Friseur zum &lt;strong&gt;Fön- / Haartrockner-Kurs&lt;/strong&gt; ein:&lt;br /&gt;Professionell – individuell – auch Einzelkurse!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, das ist es doch, was wir Kunden uns wünschen! Das Rendezvous mit einem Bodyguard und dann auch noch selber die Haare trocknen können!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7317273364130131832-4416507243821987134?l=schmittsche-prosa.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/feeds/4416507243821987134/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/2009/09/der-kunde-ist-konig.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7317273364130131832/posts/default/4416507243821987134'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7317273364130131832/posts/default/4416507243821987134'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/2009/09/der-kunde-ist-konig.html' title='Der Kunde ist König'/><author><name>Schmitt´s</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01635941090479810291</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/SoGWILIAhQI/AAAAAAAABEk/tvqIpP-jqZo/S220/profil.jpg'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7317273364130131832.post-4973175668836092862</id><published>2009-07-16T18:00:00.000+02:00</published><updated>2009-07-16T18:02:50.873+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Storymaker'/><title type='text'>Fernweh</title><content type='html'>Wenn ich die Augen schließe, kann ich ihn regelrecht riechen – den Duft, der solches Fernweh in mir auslöst.&lt;br /&gt;Das Gemisch aus Salzwasser, Sonne und gegrilltem Halloumi...&lt;br /&gt;Ich kann die von der Sonne aufgewärmten und vom Meer glatt gespülten Kalksteine am Governor´s Beach unter meinen nackten Füßen spüren. Sehe das glitzernde Wasser am Nissi Beach vor mir und tauche langsam einen Zeh in das Türkis, bevor ich mich komplett hineinstürze. Sehe die Landschaft an mir vorbeiziehen, voller bunter Blüten: Hibiskus, Zitrone, Margariten soweit das Auge reicht. Ein Gecko, der faul an der Hauswand klebt.&lt;br /&gt;Das Geschnatter unten aus dem Dorf, das von Christos´ Supermarkt und dem Kirchplatz zu mir herauf schallt. Höre die Geräusche der Insel – Grillenzirpen, Kirchenglocken, ein sanftes Rauschen des Windes, die Wellen des Mittelmeeres, fröhliche Kinder, schwatzende Alte. Fühle den warmen Sand an Hasan´s Turtle Beach durch meine Finger rinnen und lechze nach der nächsten Portion der köstlichen Mezé in der Taverne Napa.&lt;br /&gt;Streife durch Lania und bewundere all die hübschen Häuser, Gassen und Gärten, die mit soviel Liebe zum Detail zum Verweilen einladen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Höre Kostas Stimme, die in der klitzekleinen Kapelle von Protaras noch gewaltiger klingt und fühle die ehrfürchtige Gänsehaut, die sein Gesang mir verschafft. Genieße die Ruhe, die vom Kloster Agios Minos und seinen lachenden Nonnen ausgeht. Den Schatten, den die riesige Platane in Kato Drys über mich wirft, während ich einen Frappé trinke. Höre das Klingeln der Eiswürfel im Brandy Sour, serviert auf Irenes Veranda, und lasse mich vom seidigen Fell einer Katze, die in der Hoffnung auf etwas Essbares um meine Beine streicht, kitzeln. Zähle die Lichter, die den abendlichen Hafen von Kyrenia in ein Goldbad tauchen.&lt;br /&gt;Rieche die strengen Auspuff-Gase von Mikaels knatterndem Jeep, der uns mit donnerndem Lachen eine neue Portion leckere Mespilas vorbeibringt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erinnerungen huschen an meinen geschlossenen Augen vorbei, die mich gleichzeitig ganz fröhlich-entspannt und traurig machen. Da bleibt nur eins: Durchhalten und dann nix wie weg!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7317273364130131832-4973175668836092862?l=schmittsche-prosa.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/feeds/4973175668836092862/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/2009/07/fernweh.html#comment-form' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7317273364130131832/posts/default/4973175668836092862'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7317273364130131832/posts/default/4973175668836092862'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/2009/07/fernweh.html' title='Fernweh'/><author><name>Schmitt´s</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01635941090479810291</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/SoGWILIAhQI/AAAAAAAABEk/tvqIpP-jqZo/S220/profil.jpg'/></author><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7317273364130131832.post-3890910914002539379</id><published>2009-06-12T10:07:00.006+02:00</published><updated>2011-03-02T12:24:41.636+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Storymaker'/><title type='text'>Leverkusen</title><content type='html'>Für die meisten Leute in Deutschland wird die Assoziation mit Leverkusen eine krankheitsbedingte oder sportliche sein: Bayer Leverkusen – der „ewig zweite Fußballverein“ gegen Aspirin &amp;amp; Co.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Verbindung mit Leverkusen ist eine andere, viel profanere, lange zurückliegende – die sich aber nachhaltig auf mein Leben auswirkt: Ich esse bis heute keine Schwarzwälder Kirschtorte.&lt;br /&gt;Und das liegt an Leverkusen. Für mich die Stadt der Schwarzwälder Kirschtorten. Meine Erinnerung heißt nicht Leverkusen, sondern Opladen. Also Leverkusen-Opladen, ein kleiner Stadtteil dieser kleinen Stadt, in dem meine Ur-Großeltern lebten.&lt;br /&gt;Mein Urgroßvater Gustav (im Jahr seiner Geburt – 1890 – ein sicherlich moderner, gängiger Name, heute hört man ihn nur noch sehr selten) war der Vater meiner Großmutter mütterlicherseits. Leider ist sie viel zu früh gestorben und ich hatte nie das Vergnügen, sie kennen zu lernen. Auch die Mutter meiner Großmutter war früh gestorben und so heiratete mein Urgroßvater ein zweites Mal: Else.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werde nie begreifen, wie ich ihre ausladende Oberweite erben konnte, da das rein genetisch doch gar nicht möglich ist – aber vielleicht greift die Vererbungslehre hier auch gar nicht und man kann eher von einer allgemeinen Vorliebe meines Urgroßvaters für große Busen ausgehen, nach denen er die Frauen für unsere Familie auswählte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In meiner heutigen Erinnerung ist Else ein Drache. Ein nicht wirklich mächtiger, durchsetzungsstarker, aber ein feuerspeiender. Ein Drache im Hauskittel. Die trug man früher noch; vorzugsweise zur täglichen Hausarbeit, aber da die wie gesagt täglich wiederkehrte, zog Oma Else diese Kittel auch selten aus.&lt;br /&gt;Sie hatte dünnes, meist etwas fettig wirkendes, kinnlanges Haar, das sie mit ein paar altmodischen Haarklammern aus dem Gesicht trug. Obwohl sowohl Else als auch Gustav in meiner Erinnerung schon zu Zeiten meines Kleinkind-Alters so alt aussahen wie Jahre später, als ich ein blühender Teenager war, meine ich mich erinnern zu können, dass Elses Haar nicht immer grau war, sondern irgendwann mal braun. Aber hier mag ich mich täuschen. Es ist auch nebensächlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Else war eine resolute alte Frau, deren eigene Meinung die allein gültige war. Sie war großzügig zu uns Kindern – meiner Schwester und mir – aber sie verlangte dafür auch eine Gegenleistung in Form von Aufmerksamkeit. „Hier hast Du 5 Mark für Briefmarken – schreib dem Opa und mir mal einen Brief!“ Ob sie tatsächlich nicht geahnt hat, dass ich nicht käuflich war – und bin – und mir von dem Geld den Bauch mit Süßigkeiten vollschlug, während ich die Briefmarke für den vermaledeiten Brief von Papas Schreibtisch mopste?&lt;br /&gt;Doch, ich glaube, das hat sie gewusst. Sonst hätte sie mir wohl immer nur 50 Pfennige gegeben, was so ungefähr dem Preis damaliger Briefmarken entsprechen dürfte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Else liebte Tiere - auf ihre Art.&lt;br /&gt;So schob sie unserem damaligen Hund Bonnie beim Essen (am Tisch!!!) immer ein Leckerchen zu und backte eigenhändig Kekse für die Singvögel auf ihrer Terrasse. "Mit guter Butter!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erwachsene Menschen behandelte Else dagegen oft wenig respektvoll. Bestellte Handwerker wurden misstrauisch beäugt. Ihr einziger Daseinszweck bestand sowieso darin, unbescholtene Leute wie Else übers Ohr zu hauen. Menschen, die anders dachten als sie, die Spaß am Leben hatten, waren ihr ein Dorn im Auge.&lt;br /&gt;Mein Vater zum Beispiel war für sie lediglich ein notorischer Fremdgänger, der meine Mutter ins Unglück stürzte. Und meine Mutter... die hatte im Leben sowieso alles falsch gemacht, was man Elses Meinung nach falsch machen konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Frau wirkte nie fröhlich und gelöst. Wenn sie lachte, war es selten ein herzliches Lachen, es klang immer eher hämisch. Else hatte oft einen sehr harschen, rauen Ton – „Zack Zack!“, wie ein kleiner, unterdrückter Brigade-Offizier. Sie war nicht die liebevolle Oma mit Dutt, an die man sich ankuscheln und vom abgerissenen Ohr des Lieblings-Stoffhundes erzählen konnte. Sie war die Oma, die mit feuchtem Aufnehmer in der Haustür darauf wartete, uns die Schuhsohlen abwischen zu können, damit wir keinen Dreck von der Straße mit ins Haus brachten. Sie war die Oma, die uns Kinder unwirsch anfuhr „Sprich lauter!“, wenn der schwerhörige Opa uns nicht verstanden hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Uropa Gustav war dagegen ein ruhiger, genügsamer, fast sanfter Mann. Er war blind und vielleicht hat auch das nach vielen Jahren seine oben genannten Charaktereigenschaften bewirkt. Schon als Kind fand ich die Vorstellung, nicht sehen zu können, schrecklich und oft habe ich mich damals gefragt, wie er mich wohl finden würde, wenn er mich sehen könnte. Fände er mich hübsch? Würde er auch sagen „Das Kind ist zu dick?“ Sähe er eine Ähnlichkeit zu seiner Tochter oder seiner ersten Frau? Hätte er Else geheiratet, wenn er wüsste, wie sie aussieht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich muss gestehen, ich weiß nicht, wann die Blindheit meines Großvaters begann. Vielleicht konnte er Else früher noch sehen und vielleicht war sie als junge Frau und für damalige Verhältnisse ein adrettes Wesen.&lt;br /&gt;Ich kannte meinen Uropa nur blind. Und so richtig gut hören konnte er halt auch in meiner Kindheit schon nicht mehr. Immerhin war er aber auch schon 80 als ich geboren wurde! Es faszinierte mich immer, wie gut er mit seiner Behinderung umgehen konnte. Daheim lief er sicher durch Haus und Garten; alles hatte seinen Platz, damit er es fand und nirgendwo aneckte. Was gelegentlich natürlich doch passierte, wenn wir Kinder da waren und unsere Sachen da stehen und fallen ließen, wo es uns gerade gefiel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Essen beobachtete ich ihn manchmal heimlich – alles andere wäre mir taktlos vorgekommen, auch wenn er es nicht sah. Aber Else sah alles! – wie er langsam und mit etwas zittrigen Händen den Löffel oder die Gabel zum Mund führte. Wenn Else seinen Teller vor ihn stellte, hatte sie bereits das Fleisch in kleine Stücke geschnitten und gab Regieanweisungen: "Kartoffeln auf halb drei, Fleisch auf 6 Uhr!"&lt;br /&gt;Es ging selten was daneben, aber für den Fall der Fälle hatte er bei jeder Mahlzeit eine große Serviette um den Hals, die er mit einer Klammer, die wie eine klitzekleine Wäscheklammer aussah, am Kragen befestigt hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denke ich heute an Leverkusen, an Leverkusen-Opladen, dann sehe ich mich mit dem Urgroßvater in der Stube sitzen - wie sie das kleine Zimmer neben der Küchen nannten, das zum Garten rausführte. Nicht zu verwechseln mit dem Wohnzimmer. Das durften wir nur selten betreten, zu sehr hatte Else sich damit abgemüht, alles rein und staubfrei zu bekommen. Oft konnten wir nur einen Blick durch die geschlossene Glastür hinein erhaschen.&lt;br /&gt;Mir war dieses Wohnzimmer eh immer unheimlich, das schwere Ledersofa auf Hochglanz poliert, die Fransen der Teppiche akkurat gekämmt, der Fernseher im Schrank versteckt - zu steril, regelrecht tot. Deshalb wollte ich gar nicht dort hinein. Ich wunderte mich nur immer, wie man ein ganzes Zimmer unter einen „Schonbezug“ stecken konnte. Sowas kannte ich von zu Hause nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also saß ich mit dem Urgroßvater in der Stube, auf einem alten Sofa mit Kissen und Nackenrollen, überzogen mit altmodischen, alt riechenden Stoffen. An der Wand eine Uhr mit langen Pendeln zum aufziehen, die immer laut tickte. Ein brauner Ledersessel, auf dem ein wärmendes Fell lag, das wg. seines Alters sehr nach zerrupftem Flokati aussah. Vor uns ein runder Holztisch mit Tischdecke - viel zu hoch, um gemütlich zu sein, wohl eher ein ausrangierter Esstisch, auf dem die typischen Yellow-Press-Blättchen von Else gelagert wurden. Ich hatte schon früh eine Affinität zu den Königshäusern dieser Welt. Freute mich als knapp 7-jähriger Steppke über die Geburt der schwedischen Thronfolgerin Victoria, fieberte als 10-jährige mit, als Charles und Diana sich verlobten. Alles wegen Elses „Goldenen Blättchen“, die ich bei Besuchen aus Langeweile las.&lt;br /&gt;Langeweile bereitete mir zugegebenermaßen auch manchmal das Gespräch mit dem Urgroßvater, dessen uralte Welt so gar nicht in meine passte. Wir einigten uns meist ungefragt auf schulische Themen – wie hätte ich einem bald Neunzigjährigem auch klar machen können, dass das Spiel mit Plastik-Barbies etwas tolles ist oder dass das grüne „Slimie“ in der Dose keinen anderen Sinn hatte, als zu glibbern und gelegentlich auf den Teppich fiel, von wo man es nicht so einfach und ohne Rückstände wieder wegnehmen konnte? Dass ich heimlich mit meiner Freundin Monika geraucht hatte und dabei vom Küster unserer Kirche erwischt worden war? Wie ihm erklären, wer Bryan Adams ist und dass ich mit elf total verknallt war in diesen Sänger, dessen Langspielplatte ich mir von den Urgroßeltern gewünscht hatte?&lt;br /&gt;Trotzdem saß ich gerne bei ihm. Es hatte was beruhigendes – er und die königlichen Blättchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht war – und bin – ich doch ein wenig käuflich. Zu meinen Leverkusen-Opladen-Erinnerungen zählen insbesondere die großen Geschenke, für die meine Eltern kein Geld hatten und die es dann von den Urgroßeltern gab. Das Dreirad, das ich nur noch von dem Foto her kenne, auf dem ich mit meinem roten Mäntelchen stolz auf diesem Gefährt sitze. Der dunkelblaue Puppenwagen, mit dem ich die Babypuppe meiner Mutter – Ute – spazieren fuhr. Mein erstes Fahrrad. Die schicken „Disco-Roller“, nach denen ich mich heute so zurücksehne, wenn ich mir meine hundsgemeingefährlichen Inline Skates anschaue. Der silberne Tintenfüller, in dem mein Name eingraviert ist (und den ich heute noch besitze!). Die Stereo-Kompakt-Anlage, die ich zur Konfirmation geschenkt bekam, und die zusammen mit dem kleinen Schwarz-Weiß-Fernseher aus meinem Kinderzimmer endlich ein Jugendzimmer machte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor allem aber diese immens großen Süßigkeiten-Tüten, die meine Uroma für meine Schwester und mich immer zusammenstellte. Immer ganz gerecht bekam jeder von uns genau die selben Sachen, der Inhalt einer Tüte sah dann ungefähr so aus: 2 Tafeln Kinderschokolade, eine Tüte Treets, eine Schachtel Erfrischungsstäbchen, 2 Tüten Gummibärchen, eine Schachtel Mozartkugeln, diverse andere Tafeln Schokolade... Es reichte immer für eine ganze Kompanie! Meine Mutter hasste diese Tüten, die es bei jedem Besuch gab, weil sie wusste, dass ich mich auf den Inhalt draufstürzen und ihn im Nullkommanix vernichten würde. Ich liebte diese Tüten!Jedoch habe ich bis heute nicht verstanden, warum nicht einfach eine Tafel Schokolade gereicht hätte... Diese Tüten machten die Oma bei mir nicht beliebter – ich liebte nur ihre Schokoladen-Tüten!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Erinnerung an Leverkusen-Opladen ist ein freistehendes Haus, die Böden in den alltäglich genutzten Bereichen (Küche, Diele Bad) ausgelegt mit Linoleum, der stets frisch geputzt roch. Dagegen dicke, feine Teppiche im Schlafzimmer und im nie genutzten Wohnzimmer. Alte, klappernde Metalleimer mit Holzgriff, mit denen Else die Böden wischte und in denen sie Regenwasser zum Blumengießen sammelte. Die sie auch mit Wasser gefüllt in der Badewanne bereitstellte, damit wir damit, nach der Erledigung unseres Geschäftes, die Toilette spülen konnten: „Das spart Wasser!“&lt;br /&gt;Der allgegenwärtige Geruch von „frisch geputzt“ - nicht angenehm duftend, sondern eher streng, schmierseifig. Ein akribisch gepflegter Garten, vorne mit Terrasse, Hollywoodschaukel, Wiese und Obstbäumen, hinten mit Beeten, die peinlich genau abgesteckt waren und in denen Stangenbohnen, Erbsen und ähnliches wuchs. Unkraut hatte hier keine Chance.&lt;br /&gt;Das runde Gartenhäuschen – von meinem Papa gebaut - mit seinen Korbmöbeln und dem Reetdach, das mir irgendwie immer ein bisschen unheimlich war. Wobei der Geräteschuppen ihm in Sachen Unheimlichkeit ganz klar den Rang ablief!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Geruch vom Mittagessen schon vor 12 Uhr, dessen Fleisch mir immer entweder zu trocken oder zu fettig war. Beides hatte zur Folge, dass ich grundsätzlich während des Essens dringend zur Toilette musste – um es dort in die Kloschüssel zu spucken.&lt;br /&gt;Der immer gleiche Nachtisch: Ananasscheiben aus der Dose mit Sahne. Ich habe ungefähr ab meinem 9. Lebensjahr beschlossen, dass ich lange genug Ananas gegessen habe und mich viele Jahre lang geweigert, diese Frucht wieder in den Mund zu nehmen. Mittlerweile habe ich mich dieses Kindheitstraumas entledigt und wenn ich heute – was allerdings immer noch sehr, sehr selten vorkommt, weil ich die Kombination einfach doof finde! – Ananas mit Sahne esse, dann denke ich grinsend an Leverkusen.&lt;br /&gt;Die Kaffeekanne aus Porzellan, um deren Tülle immer ein kleines Schwämmchen gesteckt wurde, verziert mit einem Schmetterling aus Plastik, damit der unvermeidliche Kaffeetropfen nicht auf den Tisch tropfte. Der Kakao für uns Kinder: Nesquick, angerührt mit Dosenmilch und aufgegossen mit heißem Wasser. Klingt fies – war köstlich!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Trauma habe ich nicht aufgegeben. Mein Uropa Gustav starb kurz vor seinem 98. und meinem 18. Geburtstag (also schon ein paar Tage her) , Else ist ihm irgendwann gefolgt – und noch immer esse ich keine Schwarzwälder Kirschtorte!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch eines dieser urgroßelterlichen Rituale: die Lieblingstorte meines Uropas. Bei jedem Besuch: Schwarzwälder Kirschtorte! Nicht gerade der Kuchen, mit dem man Kinderherzen glücklich macht. Auch verfressene Kinderherzen nicht!&lt;br /&gt;Die Kombination aus alkoholgetränktem Obst zusammen mit schwerer, fetter Sahne und der krönenden, zuckersüßen kandierten Kirsche war mir als Kind schon ein Graus – und wird es immer sein. Sehe ich diese Torte beim Konditor, denke ich an meine Urgroßeltern – und an den Tag, an dem meine Mutter ihrem Großvater eine Freude machen wollte und ihm selber eine solche Torte backte. Das erste Mal in meinem Leben schmeckte mir dieser Kuchen. Er war fruchtig, nicht so alkoholisiert, nicht so süß und schwer, sondern lecker.Und Drache Else gab als einzigen Kommentar ab „Schmeckt nicht. Beim nächsten Mal kaufen wir das wieder beim Bäcker!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es passieren Dinge im Leben, die sind so nebensächlich, dass man sie bald wieder vergessen hat. Und es gibt Sprüche, die machen manche Dinge unvergesslich...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7317273364130131832-3890910914002539379?l=schmittsche-prosa.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/feeds/3890910914002539379/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/2009/06/leverkusen.html#comment-form' title='7 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7317273364130131832/posts/default/3890910914002539379'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7317273364130131832/posts/default/3890910914002539379'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/2009/06/leverkusen.html' title='Leverkusen'/><author><name>Schmitt´s</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01635941090479810291</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/SoGWILIAhQI/AAAAAAAABEk/tvqIpP-jqZo/S220/profil.jpg'/></author><thr:total>7</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7317273364130131832.post-1731427611554521278</id><published>2009-06-10T13:53:00.000+02:00</published><updated>2009-06-10T14:01:42.848+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Storymaker'/><title type='text'>Alles Latte!</title><content type='html'>Vor einigen Jahren kam der beste Chef von allen von einer Geschäftsreise aus London zurück.&lt;br /&gt;„Die Stadt ist echt immer wieder toll!“ schwärmte er. „Und stell Dir vor: man sieht morgens kaum jemanden ohne Kaffee in der Hand zur Arbeit gehen! Das ist da jetzt total trendy!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Glanz in seinen Augen, gepaart mit einem verklärten Blick, machten mir schnell klar, dass er – dessen Assistentin (also ich) sich standhaft weigert, ihm Kaffee zu kochen – sein Paradies gefunden hatte. Was gibt es auch schöneres für einen Mann, der fingiert hilflos vor der Kaffeemaschine steht und es nicht mal schafft, seine Tasse in die Spülmaschine zu räumen, als eine Einrichtung, die ihm den Kaffee mundgerecht in Papp-Schnabeltassen serviert? Bestellen, bezahlen, Kaffee auf dem Weg zum Büro auf der Straße trinken, Becher in den Müll schmeißen – eine himmlische Vorstellung!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwann schwappte der Trend auch endlich nach Deutschland rüber. Wurde die E-Mail eines Bekannten, der eine Zeit lang in Washington arbeitete und uns mit einer ausführlichen und sehr ironischen Beschreibung von Starbucks erheiterte... (Zitat: „...Nur eines scheint sich durch alle Starbucks dieses Kontinents durchzuziehen: die Angestellten sind meist dämlich wie ein Stück trocken Brot. (...) Vor mir an der Kasse 1 (von 2) wurde gerade ein Kunde bedient, oder besser gesagt stand ein Kunde relativ verdutzt da, weil der Kassierer inmitten des Zahlvorganges mit den Worten verschwand, er müsse jetzt mal kurz aufs Klo.“), ...wurde diese E-Mail noch mit der grinsenden Beurteilung „diese verrückten Amis“ abgetan, so tauchte in unseren gutbürgerlichen Gefilden plötzlich der erste Latte Macchiato auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kaffee im Glas? Mit dick Schaum obendrauf? So neu war das gar nicht. Schon in den frühen Neunzigern tranken meine Kolleginnen und ich den Kaffee mangels Tassen aus Gläsern  - und fanden das umso spannender, wenn unser damaliger Chef angeekelt das Gesicht verzog, weil aus seiner Sicht der Kaffee gefälligst in eine Tasse gehörte.&lt;br /&gt;Schaum machten wir auch damals schon. Handgerührt mit Schneebesen und in einem Milchtopf auf dem Herd. Wir nannten es nur einfach Milchkaffee und dachten da eher – ganz weltmännisch – an den französischen Café au lait. Erst als ich den ersten wirklichen Latte Macchiato serviert bekam – geschichtet in Milch, Espresso und Milchschaum – ging mir erklärtem "Visualisten" das Herz auf. Mei, wie hübsch!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich mit Inge nach Bern reiste, besuchten wir zum ersten Mal ein Starbucks-Café, das es damals in Deutschland noch nicht gab. Zwar kam es auch hier langsam in Mode, anstatt eines schnöden Kaffees einen aufgeschäumten Milchkaffee zu trinken (der dann großkotzig Latte Macchiato genannt wurde), aber das Angebot dieses Ladens hat uns dann doch begeistert – und auch erschlagen. „Tall, grande oder venti?“ wurden wir gefragt. Bitte??? Die Tassengröße wurde dann anhand eines Fingerzeigs gewählt.&lt;br /&gt;„Caffè Latte, Caffè Mocha, Caramell Macchiato, Iced, Frappuccino, Double Shot?” ---- Hiiilfe….!Bei der Bestellung wurden wir mit Fragen regelrecht bombardiert – dabei wollten wir doch lediglich einen Kaffee! Ja, möglichst mit viel Milch. Etwas Schaum obendrauf wäre auch schön. Und ein Klecks Karamellsirup käme uns Naschkatzen sehr gelegen..!&lt;br /&gt;Schweißgebadet zogen wir von der Theke mit unseren Tassen an ein Tischchen – auf die Idee, den Kaffee in einem Pappbecher mit nach draußen zu nehmen, um unsere Stadtbesichtigung fortzusetzen, wären wir damals wohl nicht gekommen. Ungefähr 2002 hielt Starbucks dann auch Einzug in Deutschland und plötzlich schossen solche Kaffeeläden wie Pilze aus dem Boden. Jeder geschäftstüchtige Bäcker legte sich einen Kaffeevollautomaten zu, um von dem Hype zu profitieren.&lt;br /&gt;Inzwischen kenne ich kein Büdchen (kölsch für "Kiosk") mehr ohne Pappbecher und Schnabeltassen-Deckeln. Und nun rennen auch hier vielbeschäftigte und gestresste Leute mit dem Kaffee in der Hand über die Ehrenstraße. Habe ich diese Entwicklung anfangs noch misstrauisch und ein wenig verständnislos beobachtet, so liebe ich heute meinen morgendlichen Pappbecher-Kaffee auf dem Weg zur Arbeit.&lt;br /&gt;Zwar gibt es auch ein paar – sagen wir mal – schwarze Schafe („Deckel? Hann isch nit!“ – „Und was glauben Sie, wie ich mit offenem Becher Auto fahren kann??“), aber mittlerweile weiß man, wo es den besten Kaffee gibt.&lt;br /&gt;Der erste Schluck aus der Schnabeltasse verbrennt einem immer ein bisschen die Zunge. Oft genug ist der Becher so heiß, dass man ein wenig zappelnd durch die Straßen geht, um die hocherhitzten Finger zu schonen. Und gelegentlich fragt man sich, warum man zwei Euro und mehr für einen Kaffee im Pappbecher ausgibt, den man im Büro umsonst haben könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber dann denkt man an die langweilige, abgestandene Plörre, die einen dort erwartet und genießt einfach – wiederum ganz weltmännisch – das heiße Getränk mit Plastikdeckel!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S. Der beste Chef von allen ist zwar der größte Fan des Pappbecher-Kaffees. Aber auch dieser Becher schafft nicht den weiten Weg an seinen letzten Bestimmungsort. Mülleimerdeckel hochheben bedeutet „Hausarbeit“. Dafür sind andere zuständig. Und so landet der Pappbecher dort, wo auch seine normale Kaffeetasse sich von ihm verabschiedet: &lt;strong&gt;AUF&lt;/strong&gt; der Spülmaschine.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7317273364130131832-1731427611554521278?l=schmittsche-prosa.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/feeds/1731427611554521278/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/2009/06/alles-latte.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7317273364130131832/posts/default/1731427611554521278'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7317273364130131832/posts/default/1731427611554521278'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/2009/06/alles-latte.html' title='Alles Latte!'/><author><name>Schmitt´s</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01635941090479810291</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/SoGWILIAhQI/AAAAAAAABEk/tvqIpP-jqZo/S220/profil.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7317273364130131832.post-3140654480837068050</id><published>2009-06-08T23:04:00.000+02:00</published><updated>2009-06-08T23:12:29.769+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Storymaker'/><title type='text'>Stau-Betrachtungen</title><content type='html'>Kennst Du das?&lt;br /&gt;Autobahn. Es ist Sonntag mittag, Du hast ein nettes Wochenende hinter Dir und hast noch 52 km bis nach Hause. Die Laune ist gut, Hitze und Schwüle machen Dir dank Klimaanlage nicht viel aus und aus dem CD-Player ertönt das Hörspiel, das Du schon so lange mal hören wolltest.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann beginnt er ganz unauffällig. Sehr zurückhaltend und erst kaum merklich. Ein kurzes Stoppen, ca. 300 Meter zähflüssiges Fahren und schon geht´s weiter. Denkst Du. Er macht einen nächsten Versuch - der Stau.&lt;br /&gt;Gleiches Schema wie zuvor. Bremsen, Warnblinker, langsames Rollen auf ein paar Hundert Meter - und weiter geht die schöne Fahrt.&lt;br /&gt;Bis hier hin hat er Dich in Sicherheit gewiegt - der Stau. Der Sausack. Jetzt schlägt er zu. Erbarmungslos. Mit einem feisten Grinsen im Gesicht als wolle er sagen "ich habe dich doch vorgewarnt!" Stehen. Anfahren. Stehen. Stehen. Anfahren. Bis zum zweiten Gang reicht´s oft nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nebenan geht´s schneller. Spurwechsel. Natürlich umsonst! Schon mal erlebt, dass es im Supermarkt schneller ging, wenn man die Kasse gewechselt hat???? Noch bist Du relaxt, wird schon bald vorbei sein - der Stau.&lt;br /&gt;Dummerweise schaltest Du von CD zum Radio um, weil Du Dich von Kai Karsten auf SWR3 ein wenig trösten lassen willst, wenn er die Verkehrsmeldungen vorliest. Selbstmitleid ist doch was feines! Es kehrt sich um in einen Schock, als er die magische Zahl vorliest: 20 km. Zwanzig Kilometer!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du schaust Dich um, panisch suchst Du nach einem Autobahnschild, dass eine Ausfahrt anzeigt. Oder besser noch eine Umleitung. Nix. An der empfohlenen Umleitung bist Du längst vorbei und Du tröstest Dich damit, dass das Navi Dir nur noch 15 km bis zum Autobahnkreuz anzeigt, an dem Du eh von dieser verfickten Straße abfahren willst. War Dir bisher bewusst, wie lange 15 Kilometer sein können???&lt;br /&gt;Ungeduld breitet sich aus, ziept von innen an den Haarspitzen, lässt die Ohren rauschen. Zähne kauen Lippen blutrot und der Schweiß klebt zwischen Rückenlehne und T-Shirt. Ungeduld. Unbeschreibliche Ungeduld. Du möchtest aussteigen und Deinem Vordermann aufs Dach hämmern: "Schieb endlich Deine Scheiß-Kiste zur Seite! Und nimm die da vorne auch gleich mit!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dein Blick fällt in den Rückspiegel. Zwei nicht mehr ganz taufrische junge Frauen im silbernen Familien-Van. Sie singen. Verrenken dabei alle vorhandenen Glieder und üben sich im Sitz-Tanz. Singen sich gegenseitig was vor und grinsen sich dabei süffisant an. Die Arme werden geschwenkt wie bei billigen Bauchtänzerinnen, die ihr Haushaltsgeld auf Silberhochzeiten verdienen. Was erst wie Pantomime für Geisteskranke wirkt, ergibt ein Bild, als Du Dich wieder auf das Radio konzentrierst. Sie hören den gleichen Sender. "More than words". Schönes Lied. Du wusstest nur bisher nicht, dass man darauf Head-bangen kann.&lt;br /&gt;Du schaust den Holländern neben Dir beim Kekse essen zu. Im Auto davor löst Omi auf dem Rücksitz ein Kreuzworträtsel. Du beneidest sie, weil sie theoretisch auch die Augen zumachen und erst am Ziel ihrer Fahrt wieder aufmachen könnte, wenn sie wollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder ein Blick nach hinten zu den swingenden Frauen. Neues Lied, neues Glück. Nelly Furtado - versaut durch die Performance zweier blöder Düsseldorferinnen (wie Du inzwischen durch einen Blick auf das Nummernschild weißt - dass die nur blöd sein können, ist Dir als Kölnerin natürlich sofort klar!). Das ganze Auto wackelt, die Damen haben Spaß, singen lauthals (und höchstwahrscheinlich sehr schief) mit - und gehen Dir damit unsäglich auf den Sack!!!&lt;br /&gt;Einfach weil sie da sind. Weil sie gute Laune haben. Und Du Durst. Weil sie zu zweit sind und ihre Stau-Konversation nicht mit einem schlafenden Hund führen müssen.Weil Deine Laune hinüber ist und Dein Kuppel-Fuß keinen Bock mehr hat.&lt;br /&gt;Wieder möchtest Du aussteigen. Diesmal nach hinten gehen. Die Düsseldorfer Fahrerin am Schlafittchen packen (wobei Du noch nicht genau weißt, welche der Damen Dir gehöriger auf die Nerven geht) und ihr eine Therapie für fließende Bewegungen verpassen: "Schluss mit diesem hölzernen Gehopse in meinem Rückspiegel!!!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stattdessen wechselst Du endlich die Spur. Weg von diesen... diesen dummen Dingern! Nur weg!Und dann siehst Du endlich die Autobahnabfahrt. Noch 500 m, die Du locker und verbotenerweise über den Standstreifen fährst. Du wechselst auf eine fast leere Autobahn, drehst Dich nochmal kurz zu den Kumpels auf der A565 um und machst ihnen eine lange Nase. Langsam kehrt das Lachen zurück in Dein Gesicht. Bei Kate Ryan´s "Désenchanttée" kannst Du schon wieder leise mitsingen. Als Du den Wagen zu Hause parkst, beginnt Robbie Williams sein Liedchen zu trällern und Du denkst "Schade, dass ich schon aussteigen muss!"&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7317273364130131832-3140654480837068050?l=schmittsche-prosa.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/feeds/3140654480837068050/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/2009/06/stau-betrachtungen.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7317273364130131832/posts/default/3140654480837068050'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7317273364130131832/posts/default/3140654480837068050'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/2009/06/stau-betrachtungen.html' title='Stau-Betrachtungen'/><author><name>Schmitt´s</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01635941090479810291</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/SoGWILIAhQI/AAAAAAAABEk/tvqIpP-jqZo/S220/profil.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7317273364130131832.post-6895949436448906789</id><published>2009-06-08T22:55:00.000+02:00</published><updated>2009-06-08T23:04:18.992+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemein'/><title type='text'>Schmitt´s goes online / Klappe Die Zweite</title><content type='html'>Ich habe aufgeräumt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, Gott bewahre - nicht, dass hier irgendwelche falschen Gerüchte aufkommen: in meiner Nähecke herrscht immer noch das kreative Chaos und auch sonst sieht es hier momentan eher "künstlerisch" aus.&lt;br /&gt;Nein, aufgeräumt habe ich meine Festplatte. Und dabei habe ich einige kleine Geschichtchen meiner alten Homepage gefunden, die schon länger nicht mehr existiert. Eigentlich zu schade, um unbeachtet hier rumzuliegen - daher habe ich mich entschlossen, einen zweiten Blog aufzumachen, in dem ich nach und nach dieses Geschreibsel veröffentlichen möchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen und freue mich über Eure Kommentare!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7317273364130131832-6895949436448906789?l=schmittsche-prosa.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/feeds/6895949436448906789/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/2009/06/schmitts-goes-online-klappe-die-zweite.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7317273364130131832/posts/default/6895949436448906789'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7317273364130131832/posts/default/6895949436448906789'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schmittsche-prosa.blogspot.com/2009/06/schmitts-goes-online-klappe-die-zweite.html' title='Schmitt´s goes online / Klappe Die Zweite'/><author><name>Schmitt´s</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01635941090479810291</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/SoGWILIAhQI/AAAAAAAABEk/tvqIpP-jqZo/S220/profil.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry></feed>
